15.02.2026

Frauen als Gründerinnen unterstützen – CSU-Fraktion setzt sich für mehr weibliches Unternehmertum ein

In der Sitzung des Wirtschaftsausschusses wurde der gemeinsame Antrag von CSU und Freien Wählern „Frauen als Gründerinnen unterstützen“ beschlossen. Der Antrag ist eine Initiative der CSU-Wirtschaftspolitikerinnen und -politiker, der Jungen Gruppe sowie der AG Frauen. Ziel ist es, die Staatsregierung aufzufordern, im Wirtschaftsausschuss über die aktuelle Situation von weiblichem Unternehmer- und Gründertum in Bayern zu berichten. Im Fokus stehen dabei insbesondere Maßnahmen, die mehr Frauen ermutigen sollen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen – und zugleich die Vereinbarkeit von Familie und Unternehmensgründung zu verbessern.



Die wirtschaftspolitische Sprecherin der CSU-Fraktion, Kerstin Schreyer, betont: „Wir brauchen mehr Frauen, die gründen. Die Zahlen zeigen es deutlich: Frauen sind in der Gründerszene noch immer unterrepräsentiert – das ist nicht tragbar. Frauen wünschen sich in der Gründungsphase eine intensivere Begleitung. Der Staat muss hier bessere Voraussetzungen schaffen, damit Frauen beim Gründen ihr volles Potenzial entfalten können. Immerhin ist knapp die Hälfte der Bevölkerung weiblich. Das ist eine wirtschaftspolitische Frage – und umso mehr erstaunt mich die Passivität der AfD. Wer bei so einem Antrag keine klare Position bezieht, verkennt, dass Wirtschaftspolitik entschlossenes Handeln verlangt. Außerdem zeigt die AfD so, dass sie auf Gründerinnen und Gründer verzichten und damit Schaden für die Wirtschaft in Kauf nehmen würde. Denn wenn es nach der AfD ginge, würde man die Hürden für eine Gründung für Männer und Frauen nicht kleiner machen und damit viele Gründungen auch nicht ermöglichen."

Der digitalpolitische Sprecher Dr. Stefan Ebner fügt hinzu: „Ich habe über zehn Jahre in der Startup- und Venture Capital-Branche gearbeitet. Leider erlebe ich seit Jahren, dass Frauen gerade bei Gründungen im Technologie- und Digitalbereich sehr stark unterrepräsentiert sind. Dabei haben wir hochqualifizierte Frauen und exzellente Absolventinnen an den Unis und Hochschulen. Das passt nicht zusammen. Wir müssen genau prüfen, wo wir Rahmenbedingungen verbessern können, damit mehr Frauen gründen."

15.02.2026, 09:08 Uhr