05.02.2026

Geburtshilfe in Gefahr: CSU-Fraktion kämpft für faire Bezahlung der Beleghebammen

Mit einem Dringlichkeitsantrag fordern CSU-Fraktion und Freie Wähler eine schnelle Evaluierung des Hebammenhilfevertrags. Ziel ist eine faire Vergütung und der Schutz des Geburtshilfesystems, das für Familien in ganz Bayern unverzichtbar ist. Denn die Geburtshilfe ist eine tragende Säule der Gesundheits- und Familienpolitik und Hebammen bilden einen wesentlichen Bestandteil der gesundheitlichen Daseinsvorsorge.

Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion:
„Die aktuelle Fassung des Hebammenhilfevertrags entspricht nicht den praktischen Anforderungen der geburtshilflichen Versorgung in unserem Land. Er erschwert eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung mit dringend benötigten Hebammenleistungen. Dass der neue Vertrag ausgerechnet die Beleghebammen finanziell schlechter stellt, ist nicht hinnehmbar. Sie begleiten neues Leben und halten das bayerische Geburtssystem am Laufen, oft auch an Wochenenden und an Feiertagen. Der Vertrag muss umgehend evaluiert und angepasst werden, um eine faire Vergütung zu erreichen.“
 
Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion:
„Der weit überwiegende Teil aller Geburten in Bayern wird von freiberuflichen Beleghebammen begleitet. Ohne sie geraten ganze Regionen in Versorgungslücken. Wir reden hier nicht über Zahlen auf dem Papier, sondern über Sicherheit für Mütter und Kinder. Wenn das System kippt, trifft es die Familien in einer äußerst vulnerablen Lebensphase. Deshalb fordern wir die Vertragspartner auf, Verantwortung zu übernehmen und eine angemessene Lösung zu finden.“
 
Carolina Trautner, stellvertretende Vorsitzende im Arbeitskreis Gesundheit, Pflege und Prävention:
„Familien müssen bei Schwangerschaft und Geburt die bestmögliche Versorgung bekommen, die nicht von Vergütungsfragen abhängig sein darf. Um eine Kündigungswelle bei den Hebammen zu verhindern, müssen die seit Inkrafttreten des neuen Vertrags vorliegenden Abrechnungszahlen bewertet werden, um zeitnah Anpassungen am Vertrag anzuschieben! Dass die Beleghebammen bis zu 20 Prozent weniger verdienen, darf so nicht hingenommen werden.“
05.02.2026, 14:48 Uhr